Vom Freiburger Hauptbahnhof bringt dich die Höllentalbahn in kurzer Zeit nach Hinterzarten oder Titisee, wo Wanderwege direkt am Bahnsteig ausgeschildert sind. Eine morgendliche RE-Fahrt, ein kurzer Kaffee am Kiosk, und schon führt dich der Westweg, der Jägerpfad oder ein stiller Waldsteig mitten hinein in kühle Fichtenhaine. Besonders schön: die ersten Sonnenstrahlen über dem Titisee, wenn der Nebel zurückweicht. Wer mag, kehrt später per Dreiseenbahn bequem zurück, ohne Umwege, Stau oder Sorge um die letzte Busverbindung.
Die Ortenau-S-Bahn öffnet dir von Offenburg aus das Kinzigtal bis Freudenstadt, mit Umstiegen zu Murgtal-Stationen wie Forbach, an deren Brücken der Fluss grollt. Schon vom Zugfenster entdeckst du Gratlinien, Burgenreste und helle Felsnasen. Nach dem Ausstieg beginnst du auf markierten Wegen Richtung aussichtsreicher Kämme, lässt das Schienengeräusch hinter dir und folgst Bachläufen bergauf. Abends wartet der Haltepunkt wieder ganz selbstverständlich, oft mit stündlichen Verbindungen, die dir Freiheit bei Distanz, Pausen und spontanen Abstechern schenken.
Zwischen Basel Badischer Bahnhof und dem Hochrhein liegen Haltepunkte, von denen du in die ruhige Wehra- und Albregion eintauchst. In Bad Säckingen, Wehr-Brennet oder Murg erreichst du Uferpfade und aussichtsreiche Serpentinen fast ohne Querstraßen. Der Kontrast zwischen glitzerndem Wasser, schroffen Hängen und urigen Bannwäldern überrascht bereits wenige Minuten nach dem Ausstieg. Plane deine Runde so, dass du flussaufwärts startest und talwärts zurückgehst, damit du entspannt den nächsten Regionalzug erreichst, während die Abendluft nach Harz und Moos duftet.
Vom höchstgelegenen Bahnhof Deutschlands, Bärental, führt ein klar beschilderter Anstieg über den Feldbergsteig, vorbei an duftenden Weiden, knorrigen Fichten und dem Feldsee, dessen dunkles Wasser Geschichten aus der Eiszeit erzählt. Die letzten Meter zum Gipfelkamm belohnen mit weitem Blick, während die Züge unten leise rollen. Plane die Rückfahrt offen: wähle die Schleife nach Titisee oder zurück nach Bärental, je nach Kondition und Wetter. Wer früh startet, entgeht dem Andrang und erlebt die Stille, die nur Wind und Wiesenlerche unterbrechen.
Die Münstertalbahn bringt dich bis Münstertal, von wo du auf historischen Pfaden durch Kastanienhaine, Bergwiesen und stillen Wald stetig zum Belchen aufsteigst. Es ist eine sportliche, doch lohnende Route, bei der Schritt für Schritt neue Horizonte aufklappen. Oben weitet sich der Blick ins Wiesental, zur Blauen und in die Vogesen. Nimm genügend Wasser mit, achte auf Wetterumschwünge, und kalkuliere Reserven für den Rückweg zum Zug. Mit jedem Kilometer fühlst du, wie Anstrengung in Zufriedenheit und konzentrierte Ruhe übergeht.
Ab Achern oder Ottenhöfen beginnst du im Obstwiesental und arbeitest dich über aussichtsreiche Kanten zur Hornisgrinde, wo Windräder surren und das Hochmoor leise federt. Die Distanz ist beachtlich, doch Markierungen, Brunnen und Rastplätze strukturieren den Tag. Oben wartet ein unvergesslicher Blick auf Rheinebene, Mummelsee und fernen Pfälzerwald. Wähle für den Abstieg einen alternativen Kammweg, um andere Stimmungen mitzunehmen, und rolle anschließend entspannt mit der Achertalbahn zurück. So verbinden sich Bewegung, Weite und die Gelassenheit des Schienentakts.
Vom Bahnsteig Hinterzarten spazierst du zunächst durch den Ort und tauchst dann auf wurzeligen Pfaden in die Ravennaschlucht ein, wo Holzbrücken, Kaskaden und das markante Viadukt eindrucksvolle Kulissen bilden. Früh starten lohnt sich, denn das Licht zeichnet goldene Fächer auf nasse Felsen. Nach Regenfällen bleibt der Weg begehbar, erfordert jedoch Trittsicherheit. Wer den Kreis schließen will, steigt weiter Richtung Höllsteig und kehrt über ruhige Waldwege zurück. Am Ende wartet der Regionalzug, während deine Gedanken noch am sprühenden Wasser verweilen.
Kaum verlässt du den Bahnhof Triberg, hörst du das Donnern der Fälle. Der markierte Wasserfallsteig führt über Stufen und Stege an Farnen, moosigen Felsnasen und neugierigen Eichhörnchen vorbei. Halte zwischendurch inne, um die feuchte Kühle zu genießen und Atem sowie Gedanken zu sammeln. Oben kannst du den Panoramaweg wählen und über das Städtchen zurückbummeln, vielleicht mit einer Stärkung aus Bäckerei oder Konditorei. Der Zug bringt dich später verlässlich heim, während die Erinnerung an Gischt und grüne Schatten freundlich nachklingt.
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